NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Verkehr, Stadtentwicklung: Dialog „Heimat im Quartier! Wie wollen wir leben?“ startet am 13. Dezember 2013

Die Landesregierung startet einen breiten Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern unter dem Motto „Heimat im Quartier! Wie wollen wir leben?“ Damit Wohnquartiere ihre Funktion als positiver Lebensraum für die Menschen nicht verlieren, müssen sie kontinuierlich weiter entwickelt werden. Dabei müssen die Bedürfnisse ihrer Bewohnerinnen und Bewohnern im Mittelpunkt stehen. Auf diese Initiative macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

Die Landesregierung startet einen breiten Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern unter dem Motto „Heimat im Quartier! Wie wollen wir leben?“ Damit Wohnquartiere ihre Funktion als positiver Lebensraum für die Menschen nicht verlieren, müssen sie kontinuierlich weiter entwickelt werden. Dabei müssen die Bedürfnisse ihrer Bewohnerinnen und Bewohnern im Mittelpunkt stehen. Auf diese Initiative macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

„Machen Sie mit bei der Gestaltung Ihres eigenen Lebensraums! Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich mit Ideen und Impulsen an einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung von Stadtteilen, Quartieren oder Veedeln zu beteiligen“, erklärte Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Düsseldorf. „Im Mikrokosmos Quartier werden die Herausforderungen sichtbar, vor denen unsere Gesellschaft durch den demographischen Wandel steht: Wir werden weniger, bunter und älter. Darauf müssen wir reagieren. Gelingen wird eine richtige Umgestaltung der Quartiere aber nur, wenn dabei möglichst viele mithelfen“, so Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr.

Ziel muss es sein, dass sich möglichst jeder Mensch – ob alt oder jung, mit oder ohne Behinderung, hier geboren oder zugewandert – dort wohlfühlen kann, wo er zuhause ist. Das Quartier der Zukunft wird so bunt und vielfältig sein wie die Menschen, die in ihm leben. Damit Menschen verschiedener Generationen dauerhaft angemessen in ihren Quartieren leben können, braucht es bestmögliche Versorgungs- und Beratungsangebote sowie möglichst barrierefreien Wohnraum und eine Nachbarschaft, die sich untereinander kümmert und einbringt.

Im Internet unter www.heimat-im-quartier.de sind alle Beteiligungsformen zu finden.

Die Auftaktveranstaltung „Heimat im Quartier! Wie wollen wir leben?“ findet am Freitag, den 13. Dezember 2013 im Congress Center Düsseldorf, Stockumer Kirchstraße 61, 40474 Düsseldorf, in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr statt. Sie wird von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft eröffnet.

Unter www.heimat-im-quartier.de können ab sofort schon Fragen zu dieser Veranstaltung eingereicht werden.

• Twitter: #HeimatNRW

• Online-Diskussionsforum: Start ebenfalls am 13. Dezember 2013 unter www.heimat-im-quartier.de. Dort kann der Dialog intensiv in Denkräumen zu verschiedenen Aspekten der Quartiersentwicklung fortgesetzt werden.

• Große Bürgerveranstaltung im Frühjahr 2014, in die die Ergebnisse des Online-Dialogs einfließen sollen.

Quartiersentwicklung ist vorrangig eine Aufgabe unter der Moderation und dem Engagement der Städte und Gemeinden, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie allen Akteurinnen und Akteuren vor Ort. Denn die Entwicklung muss sich jeweils an den individuellen Erfordernissen vor Ort orientieren. Das Land wird hier unterstützend tätig.

Projekte der Landesregierung zur Unterstützung der Quartiersentwicklung (Beispiele):

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr:

• Städtebauförderprogramm 2013: Das Land NRW fördert die nachhaltige Stadtentwicklung in den Jahren 2013 bis 2017 mit insgesamt 171 Millionen Euro. Schwerpunkt des Programms ist die Quartiersentwicklung.

• Soziale Wohnraumförderung: Auch in der sozialen Wohnraumförderung liegt der Schwerpunkt auf der Quartiersentwicklung. Hier belaufen sich die Fördermittel auf 70 Millionen Euro pro Jahr.

• Aktionsplan Nahmobilität: Konsequente Förderung der Infrastruktur für den Fußgänger- und Radverkehr, die überhaupt eine Nahmobilität und Nahversorgung in den Quartieren ermöglicht (2013: 92 Projekte mit einem Fördervolumen von etwa 12 Millionen Euro).

• Begrenzung von Mietsteigerungen: Damit Mieten bezahlbar bleiben und Menschen nicht aus ihren angestammten Quartieren verdrängt werden, wird NRW in den kommenden Monaten die sogenannte Kappungsgrenze bei der Anpassung von bestehenden Mietverträgen an die ortsübliche Vergleichsmiete innerhalb von drei Jahren auf 15 Prozent begrenzen (derzeit 20 Prozent).

• Beratungsnetzwerk IdEE – Innovation durch Einzeleigentümer: Beratungsnetzwerk mit Haus & Grund zur Unterstützung von kooperativer Quartiersentwicklung durch private Einzeleigentümer.

• Wohnungsaufsichtsgesetz: Verwahrloste Gebäude haben einen negativen Einfluss auf das gesamte Quartier. Deshalb sollen die kommunalen Eingriffsmöglichkeiten verbessert werden.

 

Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter:

• „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW“ mit Sitz in Bochum. Hier können sich Kommunen von Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen Unterstützung bei der Quartiersentwicklung vor Ort holen.

• Regionale Workshops zum Masterplan altengerechte Quartiere.NRW:
Bochum: 09.12.2013
Münster: 17.12.2013
Paderborn: 09.01.2014
Köln: 10.01.2014
Düsseldorf: 17.01.2014

• www.aq-nrw.de: Internetgestützter Methoden- und Instrumentenkasten mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Quartiersentwicklung.

• Reform des Wohn- und Teilhabegesetzes und des Landespflegerechts zur Stärkung quartiersnaher Versorgungsstrukturen, Erleichterung der Gründung alternativer Wohnformen, Unterstützung bestehender Alten- und Pflegeheime bei Öffnung ins Quartier sowie der Stärkung von Beratung und Prävention.

• Broschüre Masterplan altengerechte Quartiere.NRW - Strategie- und Handlungskonzept zum selbstbestimmten Leben im Alter.

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