NRW-Bauministerium: Starke Nachfrage nach Landesdarlehen für Baudenkmäler, NRW.BANK will Fördervolumen erhöhen

Die vom Land neu aufgelegten Darlehensprogramme für Baudenkmäler erfreuen sich starker Nachfrage. Bis August 2014 wurden bereits 35 Millionen Euro Darlehensförderung bewilligt. Die Programme waren zum 1. Oktober 2013 gestartet worden. Darauf macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

Die vom Land neu aufgelegten Darlehensprogramme für Baudenkmäler erfreuen sich starker Nachfrage. Bis August 2014 wurden bereits 35 Millionen Euro Darlehensförderung bewilligt. Die Programme waren zum 1. Oktober 2013 gestartet worden. Darauf macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

Nach in der öffentlichen Diskussion stark umstrittenen Kürzungen in der Denkmalförderung hatte das zuständige Bauministerium in Zusammenarbeit mit der NRW.BANK zwei aus dem Wohnungsbauvermögen des Landes geförderte Darlehensprogramme aufgelegt. Ein Programm bezieht sich auf die Erneuerung selbst genutzter Baudenkmäler und erhaltenswerter Wohngebäude. Das zweite Programm umfasst auch erhaltenswerte Gebäude, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden.

Die Mittel werden für vielfältige Einsatzbereiche abgerufen. So wird eine denkmalgeschützte Immobilie zu einer Facharztpraxis umgebaut; ein Schafstall findet eine neue Nutzung als Tierarztpraxis. Ein früheres Einfamilienhaus wird in ein Bed & Breakfast-Hotel umgebaut und aus einem ehemaligen Industriegebäude wird eine Erlebnisgastronomie. Unter den Projekten finden sich auch Vorhaben wie die Sanierung eines Mühlengebäudes für die spätere Vermietung, die Sanierung eines Kirchturms oder der Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes zur Nutzung als Schulgebäude für ein privates Gymnasium.

Zusätzlich zum Darlehensprogramm fördert das Land im laufenden Haushaltsjahr die Bodendenkmalpflege mit 2 Millionen Euro, Maßnahmen der Baudenkmalpflege mit 2,9 Millionen Euro sowie herausragende Sakralbauwerke mit 1,3 Millionen Euro. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen für den Denkmalschutz Haushaltsmittel in Höhe von 9,2 Millionen Euro. Ein Teil dieser Mittel kann wegen der Haushaltssperre des Landes vorerst nicht ausgezahlt werden.

Da das Darlehensvolumen für erhaltenswerte Gebäude, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden, in Höhe von 40 Millionen Euro für 2014 voraussichtlich nicht ausreichen wird, will die NRW.BANK den Darlehenstopf auf 75 Millionen Euro aufstocken. Beim neuen Darlehensprogramm werden Gesamtkosten des Umbaus für die Förderung zugrunde gelegt.

Bei der früheren Projektförderung waren nur die denkmalbedingten Mehrkosten einer Baumaßnahme zuschussfähig. Die genauen Förderkonditionen sowie Erläuterungen zum Antrag finden sich auf den Webseiten der NRW.BANK: http://www.nrw-bank.de

 

 

 

 

 

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