NRW-Bauminister Groschek und Bundesbauministerin Hendricks besuchen Vorzeigeprojekte in NRW

NRW-Bauminister Michael Groschek hat gemeinsam mit Bundesbauministerin Barbara Hendricks innovative Projekte der Stadterneuerung und des Wohnungsbaus besucht. Darauf macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

NRW-Bauminister Michael Groschek hat gemeinsam mit Bundesbauministerin Barbara Hendricks innovative Projekte der Stadterneuerung und des Wohnungsbaus besucht. Darauf macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

„Unsere Städte und Gemeinden stehen durch demographischen Wandel, durch Zuwanderung und durch die Veränderung von Lebensentwürfen vor gewaltigen Herausforderungen“, sagte Groschek. „Mit der Städtebauförderung des Bundes und der Wohnungsbauförderung des Landes werten wir benachteiligte Stadtquartieren auf, schaffen lebenswerte Wohnquartiere und fördern das soziale Miteinander. Die Menschen sollen sich in ihrer Heimat vor der Haustür zu Hause fühlen können. Dafür steht unser Projekt „Heimat im Quartier, das wir im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht haben.“

Die Städtebauförderprogramme des Bundes werden in diesem Jahr mit 700 Millionen Euro deutlich steigen. Ministerin Hendricks wies darauf hin, dass die Städtebauförderung als Förderinstrument auch nachhaltigen volkswirtschaftlichen Erfolg auslöst: „Die Städtebauförderung setzt erhebliche konjunkturelle Impulse: Jeder Euro Städtebaufördermittel stößt Investitionen von rund sieben Euro aus öffentlicher und privater Hand an – das ergibt für 2014 rund 10 Milliarden Euro Bauinvestitionen“, sagte die Ministerin. Der Anteil von NRW an den 700 Millionen Euro Städtebauförderung 2014 liegt insgesamt bei rund 122,7 Millionen Euro.

Auf dem Besuchsprogramm standen Projekte in Leverkusen, Duisburg und Oberhausen. Im Einzelnen:

Leverkusen:

Die „Neue Bahnstadt Opladen“ verwandelt sich in einen neues Quartier für Wohnen, Bildung, Arbeiten und Freizeit. Die Revitalisierung der Bahnbrache hilft dabei, den Flächenverbrauch zu reduzieren und nicht immer neue Flächen zu versiegeln. Zentraler Baustein auf dem 72 Hektar großen Areal ist die Ansiedlung der Fakultät Naturwissenschaften der Fachhochschule Köln. Im Umfeld siedeln sich forschungsnahe Dienstleistungen sowie Gewerbe an. Zudem entstehen Wohnungen für Studenten, Familien und ältere Zielgruppen. Das Areal ist durch eine großzügige Parkanlage gegliedert. Dieses „Grüne Kreuz“ bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern des neuen Quartiers und der angrenzenden Stadtteile Opladen und Quettingen eine hochwertige Möglichkeit zur Naherholung. Die erhaltenen industrie-architektonischen Denkmäler Kesselhaus, Magazin und Wasserturm beherbergen Kultur- und Freizeitnutzungen im Umfeld der Parkanlage.

Das Projekt hier zeige sehr anschaulich, dass die Mitteln aus dem Programm Stadtumbau West vor Ort gewinnbringend eingesetzt werden, sagte die Bundesministerin. Mit dem Programm werden seit 2004 westdeutsche Kommunen bei der Bewältigung der Folgen des demographischen, wirtschaftlichen und militärischen Strukturwandels unterstützt. Die Ministerin betonte, dass auch für den Stadtumbau West in diesem Jahr rund 22 Millionen Euro mehr Fördermittel zur Verfügung stünden als im Vorjahr (jetzt 105 Mio. Euro).

Duisburg:

Errichtet im Niedrigenergiestandard, ist beim Wohnensemble der Wohnungsbaugenossenschaft Duisburg-Hamborn moderner Wohnungsbau zu tragbaren Kosten entstanden. Dank Barrierefreiheit ist es zugleich ein gutes Beispiel für altersgerechtes Bauen und Wohnen. Der städtebauliche Akzent und das architektonische Konzept nach Plänen der Architekten Druschke und Grosser haben dem Ensemble mehrere Preise eingebracht, neben dem Deutschen Bauherrenpreis auch den NRW-Landespreis für Architektur, Wohnungs- und Städtebau. „Die Tatsache, dass in diesem Jahr vier Wohnprojekte aus Nordrhein- Westfalen von insgesamt zehn bundesweiten, mit dem deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet wurden, zeigt die hohe Qualität moderner, demografiefester und damit zukunftsfähiger Wohnungsneubauten in Nordrhein-Westfalen, sowohl im geförderten als auch im freifinanzierten Wohnungsbau“, sagte Minister Groschek. „Bei der Verleihung hat mein NRW-Kollege Michael Groschek gesagt: ‚Ihr Bauwerk zeichnet sich durch die vorbildliche Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte aus‘. Das kann ich nur unterstreichen“, betonte Ministerin Hendricks.

Oberhausen:

Das geplante Jugendzentrum an der Brüder-Grimm-Schule zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen den für Schule, Jugend und Stadtentwicklung zuständigen Akteuren erfolgreich funktionieren kann. Das aus den 1950er-Jahren stammende Schulgebäude wird energetisch modernisiert und aufgewertet. Außerdem wird ein Jugendcafé angebaut. Die Regelschule wird so zur Stadtteilschule weiter entwickelt. 2,2 Millionen Euro Städtebaufördermittel wurden für das Projekt bewilligt, das zum Beginn der Sommerferien startet. Hier könne man sehen, wie die Weiterentwicklung der kommunalen Kinder- und Jugendarbeit in einem strukturschwachen Quartier und die Entwicklung von Regelschulen zu Stadtteilschulen gelingen kann. „Bildung ist der Schlüssel für gelungene Integration“, sagte Hendricks. „Hier trägt unser Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ Früchte. Wir stocken diese Mittel für 2014 deutlich auf 150 Millionen Euro auf, das ist ein Plus von 110 Millionen Euro gegenüber 2013, also nahezu eine Vervierfachung der bisherigen Fördermittel.“

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