Echter Hausschwamm: Beseitigungskosten sind außergewöhnliche Belastungen - Finanzgericht stuft Hausschwammbefall als private Katastrophe ein

Sind selbstgenutzte Immobilien von Echtem Hausschwamm befallen, können die Aufwendungen zur Beseitigung dieses Pilzes im Gegensatz zur normalen Baumängelbehebung als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Auf diese Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Rheinland hin (Urteil vom 17. August 2010, Az. 12 K 10270/09). Der Befall eines Gebäudes mit dem Echten Hausschwamm stelle eine private Katastrophe dar, die mit einem Wohnungsbrand vergleichbar sei.

Sind selbstgenutzte Immobilien von Echtem Hausschwamm befallen, können die Aufwendungen zur Beseitigung dieses Pilzes im Gegensatz zur normalen Baumängelbehebung als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden. Auf diese Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Rheinland hin (Urteil vom 17. August 2010, Az. 12 K 10270/09). Der Befall eines Gebäudes mit dem Echten Hausschwamm stelle eine private Katastrophe dar, die mit einem Wohnungsbrand vergleichbar sei.

Steuertipp: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da das Finanzamt Revision eingelegt hat, die beim Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen VI R 70/10 anhängig ist. In ähnlich gelagerten Fällen können sich betroffene Hauseigentümer auf die Entscheidung des Finanzgerichts Niedersachsen berufen und die Aufwendungen zur Beseitigung von Hausschwamm steuerlich geltend machen.

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