Bundesbauministerium: Mehr Zukunftsinvestitionen in den Wohnungsbau lenken - Neue BBSR-Bevölkerungs- und Wohnungsmarktprognose vorgestellt

Bundesbauministerin Barbara Hendricks will die Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum in den deutschen Großstädten vorantreiben. Darauf macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks will die Schaffung von ausreichendem und bezahlbarem Wohnraum in den deutschen Großstädten vorantreiben. Darauf macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

Der neuen Bevölkerungs- und Wohnungsmarktprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumplanung (BBSR) zufolge wird die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2035 um 3 Prozent auf 78,2 Millionen Menschen sinken (2012: 80,5 Millionen). Wenngleich der Rückgang in der Gesamtschau gering ist, gibt es deutliche regionale Unterschiede. Während vor allem ländliche Regionen in den kommenden Jahren einen deutlichen Bevölkerungsrückgang verzeichnen werden, wachsen die Metropolen sowie zahlreiche kleinere Groß- und Universitätsstädte weiter.

Weiteren Einfluss auf die regionalen Wohnungsmärkte haben darüber hinaus veränderte Wohnpräferenzen. Zwar werden 2035 weniger Menschen in Deutschland leben, die Zahl der privaten Haushalte wird aber noch leicht um zwei Prozent zulegen. Nach den Berechnungen der Wohnungsmarktexperten beläuft sich der Neubaubedarf für das gesamte Bundesgebiet bis 2030 im Mittel auf 230.000 Wohnungen pro Jahr. Bis 2020 rechnen die Wissenschaftler mit einem Bedarf von ca. 272.000 neuen Wohnungen jährlich. Hendricks verwies darauf, dass hierfür auch die Unterstützung der Bevölkerung erforderlich sei: „Wir alle profitieren davon, wenn es ausreichend Wohnungen gibt. Denn nur dadurch können Wohnungswünsche realisiert und überzogene Preise für Wohnungen vermieden werden.

Im Neubau können wir außerdem sicherstellen, dass die energetische Bilanz des Wohnungsbestands besser wird und mehr Wohnungen von vornherein altersgerecht gebaut werden.“ Am Mittag tagt in Berlin erneut das Bündnis-Forum, die öffentliche Veranstaltung im „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“, das sich ebenfalls mit der Wohnungsmarktprognose befassen wird. Auch sollen erste Fortschritte aus den Arbeitsgruppen des Bündnisses erörtert werden. Die Bevölkerungs- und die Wohnungsmarktprognosen können im BBSR angefordert und unter www.bbsr.bund.de heruntergeladen werden.

Weitere Informationen:

• Bevölkerungsprognose 2035:
www.bbsr.bund.de/BBSR/raumordnungsprognose

• Wohnungsmarktprognose 2030:
www.bbsr.bund.de/BBSR/wohnungsmarktprognose

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