Bundesbank erneuert Kritik an Mietpreisbremse - Regulatorische Eingriffe in Neuverträge wirken kontraproduktiv

In ihrem aktuellen Monatsbericht erneuert die Deutsche Bundesbank ihre Kritik an der von der Großen Koalition geplanten Mietpreisbremse. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

In ihrem aktuellen Monatsbericht erneuert die Deutsche Bundesbank ihre Kritik an der von der Großen Koalition geplanten Mietpreisbremse. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.

In dem Bericht heißt es: „Um die bestehenden Anspannungen an den Wohnimmobilienmärkten marktgerecht abzubauen, sind zuverlässige Preis- und Mietsignale für lohnenswerte Investitionen in Wohnraum erforderlich. Regulatorische Eingriffe in die Mietvereinbarungen in Neuverträgen wirken hingegen kontraproduktiv.“

Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann forderte deshalb die Große Koalition erneut auf, von einer Mietpreisbremse abzusehen: „Jetzt ist noch Zeit, einen in der Hektik des Wahlkampfes begangenen Fehler zu korrigieren. Durch die Mietpreisbremse würde nicht mehr gebaut, sondern weniger. Es würde nicht mehr modernisiert, sondern weniger. Die Schlangen Wohnungssuchender würden nicht kürzer, sozial Schwache würden nicht einfacher eine bezahlbare Wohnung finden.“

Die Bundesbank berichtet des Weiteren, dass der Nachfragedruck auf den städtischen Mietwohnungsmärkten im vergangenen Jahr nachgelassen habe.

Die Neuvertragsmieten seien sowohl bei Wiedervermietungen wie auch bei Erstvermietungen nicht mehr so stark gestiegen wie 2012. Zudem ziehe der Neubau deutlich an. Eine Immobilienpreisblase sei nicht zu befürchten.

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