Kein Ende in Sicht: Für Bauherren wird es immer teurer

Bauherren müssen immer tiefer in die Tasche greifen – diese Tendenz zeigen die amtlichen Statistiken schon seit langem. Jetzt haben die Baupreise einen neuen Rekord erreicht – seit 11 Jahren sind sie nicht mehr so stark gestiegen wie in diesem Frühsommer. Solange Bauen nicht bezahlbarer wird, sieht es für mehr günstigen Wohnraum im Land nicht gut aus.

Bauherren müssen immer tiefer in die Tasche greifen – diese Tendenz zeigen die amtlichen Statistiken schon seit langem. Jetzt haben die Baupreise einen neuen Rekord erreicht – seit 11 Jahren sind sie nicht mehr so stark gestiegen wie in diesem Frühsommer. Solange Bauen nicht bezahlbarer wird, sieht es für mehr günstigen Wohnraum im Land nicht gut aus.

Wiesbaden. Der seit geraumer Zeit anhaltende Trend zu immer höheren Baupreisen hat einen neuen Rekordwert erreicht. Im Mai 2018 kostete der Neubau eines Wohngebäudes 4,1 Prozent mehr als noch im Vorjahresmonat. Das ist der größte Anstieg seit November 2007. Allein zwischen Februar und Mai des laufenden Jahres kletterten die Baupreise um 1,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt gestern (9. Juli 2018) mitteilte. Der Wohnungsbau ist demnach nicht allein von den Kostensteigerungen betroffen. Auch Büros und sonstige Betriebsgebäude verteuerten sich im Schnitt um 4,1 Prozent.

Im Bereich der Wohngebäude betrachtet die Statistik konventionell gebaute Häuser, Fertighäuser sind also nicht berücksichtigt. Einen Rohbau zu erstellen hat sich dabei überdurchschnittlich verteuert. Die amtliche Statistik verzeichnet hier einen Preisanstieg von 4,6 Prozent. Das ist vor allem auf die Arbeit der Betonierer zurückzuführen: Sie ist um 5,4 Prozent teurer geworden. Die Zimmerleute nahmen für ihre Arbeit 4,3 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres. Etwas weniger stark langten die Maurer zu (plus 3,7 Prozent). Auch die Dachdecker setzten die Preise mit 3,6 Prozent vergleichsweise zurückhaltend herauf.

Auch Innenausbau und Instandhaltung deutlich teurer

Die Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden legten um 3,6 Prozent zu. Besonders stark war die Teuerung dabei im Gewerk der Installateure, besonders bei den Preisen für die Gas- und Wasserinstallation: Ganze 5,0 Prozent mehr mussten Bauherren dafür im Vergleich zum Mai 2017 bezahlen. Heizungs- und Warmwasseranlagen legten um 3,8 Prozent zu. Für Tischlerarbeiten mussten 4,1 Prozent mehr bezahlt werden als 2017. Putz und Stuck verteuerten sich dagegen „nur“ um 3,0 Prozent.

Wer nicht ganz neu bauen möchte, kommt nicht viel günstiger davon. Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden verteuerten sich durchschnittlich um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schönheitsreparaturen haben die Statistiker in dieser Zahl gleichwohl unberücksichtigt gelassen. All diese Zahlen liegen deutlich über der Inflationsrate – die Teuerung auf dem Bau ist also weiterhin im Vergleich mit dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld besonders groß. Die Ursache dürfte in der hohen Nachfrage nach Handwerkerleistungen liegen.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland verfasst.

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