Grundsteuer: ZIA und Haus & Grund warnen vor Kostenexplosion

Wie sieht die bestmögliche Reform für die Grundsteuer aus? Seitdem die aktuelle Version der Steuer vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde, ist diese Frage auf der politischen Tagesordnung ein besonders dringlicher Punkt. Für Haus & Grund ist die Sache klar, wie eine Expertenrunde gestern in Berlin gezeigt hat: Die neue Grundsteuer muss marktunabhängig und rein flächenorientiert sein.

Einfach zu bestimmen und langfristig konstant: Die Fläche von Grundstück und Gebäude allein wäre die sinnvollste Grundlage einer neuen Grundsteuer.

Wie sieht die bestmögliche Reform für die Grundsteuer aus? Seitdem die aktuelle Version der Steuer vom Bundesverfassungsgericht gekippt wurde, ist diese Frage auf der politischen Tagesordnung ein besonders dringlicher Punkt. Für Haus & Grund ist die Sache klar, wie eine Expertenrunde gestern in Berlin gezeigt hat: Die neue Grundsteuer muss marktunabhängig und rein flächenorientiert sein.

Berlin. Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss und Haus & Grund Deutschland plädieren vor dem Hintergrund der notwendigen Neuregelung der Grundsteuer für ein marktunabhängiges, rein flächenorientiertes Berechnungsverfahren, bei dem als Bemessungsgrundlage ausschließlich die Grundstücks- und Gebäudeflächen herangezogen werden. Dies betonten beide Verbände bei ihrer gestrigen Podiumsdiskussion in Berlin mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft zur Reform der Grundsteuer.

Dieses Flächenmodell, das auch Bayern und Hamburg bevorzugen, ist schneller umsetzbar und weniger streitanfällig als etwa das vom Bundesrat eingebrachte Kostenwertverfahren, für dessen Umsetzung eine zehnjährige Übergangszeit veranschlagt wird. Darüber hinaus verfolgt der Kostenwert als Basis für die Neuregelung der Bemessungsgrundlage kein klares Bewertungsziel. Er zielt weder auf den tatsächlich getätigten Aufwand noch auf den gemeinen Wert ab.

Flächenmodell verhindert automatische Steuererhöhung

Da beim Flächenmodell – im Gegensatz zum Kostenwertmodell – keine regelmäßige Aktualisierung der steigenden Grundstücks- und Baukosten erfolgt, wäre hiermit auch keine automatische Steuererhöhung verbunden. „Die in den vergangenen Jahrzehnten unterbliebene Aktualisierung von Werten hat bereits beim jetzigen System der Einheitswerte zur Verfassungswidrigkeit geführt. Dieses Risiko sollte nicht in ein neues System überführt werden. Schon deshalb kommt nur ein Flächenmodell in Frage“, unterstrich Haus & Grund-Präsident Dr. Kai Warnecke.

„Es wurde bereits durch den Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Peter Tschentscher anhand von Proberechnungen für Hamburg auf die Gefahr der drohenden Kostenexplosion und der sozialen Unverträglichkeit hingewiesen“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA. „Wenn die angedachten Anpassungen von Steuermesszahlen und Hebesätzen unterblieben, käme es im Schnitt zu einer Verzehnfachung der Grundsteuer.“ Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Erhebung von Haus & Grund Deutschland bei seinen Mitgliedern.

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