Wohnen wird teuer: Länder wollen Pflicht zum Austausch alter Öl- und Gasheizungen - Haus & Grund: Vorschlag ist sozial ungerecht

Der Umweltausschuss des Bundesrates hat in der vergangenen Woche vorgeschlagen, dass Öl- und Gasheizungen grundsätzlich nach 30 Jahren gegen neue Heizungen ausgetauscht werden müssen. Der Hauseigentümerverband Haus & Grund Deutschland bezeichnet diese Pläne als sozial ungerecht und forderte die Länderregierungen auf, diesen Vorschlag abzulehnen.

Der Umweltausschuss des Bundesrates hat in der vergangenen Woche vorgeschlagen, dass Öl- und Gasheizungen grundsätzlich nach 30 Jahren gegen neue Heizungen ausgetauscht werden müssen. Der Hauseigentümerverband Haus & Grund Deutschland bezeichnet diese Pläne als sozial ungerecht und forderte die Länderregierungen auf, diesen Vorschlag abzulehnen.

„Wie soll man einer 80-jährigen Rentnerin erklären, sie müsse ihre noch funktionierende Ölheizung austauschen? Derartige Pflichten sind vor allem auch in den zahlreichen Regionen fehl am Platz, die jetzt und in den nächsten Jahren massiv Einwohner verlieren“, kommentiert Kai Warnecke, stellvertretender Generalsekretär von Haus & Grund Deutschland.

Der Umweltausschuss des Bundesrates sprach sich daneben auch für eine Buchstabenkennzeichnung von Immobilien aus. Anhand dieser Kennzeichnung solle die Energieeffizienz eines Gebäudes schnell erkennbar sein – beispielsweise in Vermietungsanzeigen. Haus & Grund lehnt diesen Vorstoß als unpraktikabel und irreführend ab. Der Energiebedarf eines Gebäudes könne nicht exakt ermittelt werden. „Es wäre fatal, diese Unsicherheit in einer Buchstabenkennzeichnung zu zementieren, da hiermit der Wert eines Gebäudes ungerechtfertigterweise fiele“, gibt Warnecke zu bedenken. Dieses Argument wiege umso schwerer, je näher der ermittelte Energiebedarf an der Grenze von einer Energieeffizienzklasse zur nächsten liege.

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