Wahlfreiheit für Immobilienerben

Das neue Erbschaftsteuerrecht sieht für Erben der Jahre 2007 und 2008 ein besonderes Wahlrecht vor: Entweder sie werden nach dem bis zum Jahresende 2008 geltenden „alten“ Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht veranlagt oder sie entscheiden sich für die Anwendung des neuen Rechts. Darauf weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin.

Das neue Erbschaftsteuerrecht sieht für Erben der Jahre 2007 und 2008 ein besonderes Wahlrecht vor: Entweder sie werden nach dem bis zum Jahresende 2008 geltenden „alten“ Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht veranlagt oder sie entscheiden sich für die Anwendung des neuen Rechts. Darauf weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin.

Nach Haus & Grund-Angaben kann damit beispielsweise der überlebende Ehegatte eine Immobilie unabhängig von ihrem Wert steuerfrei erben, wenn er bzw. sie die Immobilie zehn Jahre lang selbst nutzt. Der Antrag auf Anwendung des neuen Rechts könne bis spätestens 30. Juni 2009 gestellt werden. Dieser sei bis zur Unanfechtbarkeit des Steuerbescheides sogar widerruflich. „Die Entscheidung darüber, ob das alte oder das neue Erbschaftsteuerrecht von Vorteil ist, sollte aber gut überlegt werden“, rät Haus & Grund-Generalsekretär Andreas Stücke.

Denn nicht immer lohnten sich die neuen Vorschriften. Außerdem stünden Erben der Jahre 2007 und 2008 nur die bis Ende 2008 geltenden Freibeträge zu. „Damit will der Gesetzgeber offenbar allzu große Steuergeschenke verhindern“, sagte Stücke. Der Hintergrund: Zum Jahreswechsel wurde die Erbschaft- und Schenkungsteuer völlig neu geregelt. Seitdem gelten einerseits neue Bewertungsverfahren für Immobilien und andere Vermögensgegenstände, andererseits auch neue Steuerfreistellungen und höhere Steuerfreibeträge. Im Ergebnis werden nun vor allem Immobilien und Unternehmen höher bewertet. Eine steuerfreie Übertragung an die nächste Generation ist aber unter bestimmten Umständen möglich.

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