NRW-Immobilien stehen hoch im Kurs - Minister Jäger stellt Grundstücksmarktbericht 2013 vor

Immobilien in Nordrhein-Westfalen sind begehrt. Das lebhafte Interesse führte 2012 zu steigenden Preisen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser erhöhten sich die Preise im Schnitt um drei Prozent, in einzelnen Regionen wie dem Münsterland um bis zu fünf Prozent. Unbebaute Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden landesweit um ein Prozent teurer. Die Preise für Wohnungseigentum zogen um bis zu drei Prozent an. Das ist in diesem Marktsegment der höchste Preisanstieg seit 15 Jahren. Auf diese aktuelle Veröffentlichung macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

Immobilien in Nordrhein-Westfalen sind begehrt. Das lebhafte Interesse führte 2012 zu steigenden Preisen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser erhöhten sich die Preise im Schnitt um drei Prozent, in einzelnen Regionen wie dem Münsterland um bis zu fünf Prozent. Unbebaute Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden landesweit um ein Prozent teurer. Die Preise für Wohnungseigentum zogen um bis zu drei Prozent an. Das ist in diesem Marktsegment der höchste Preisanstieg seit 15 Jahren. Auf diese aktuelle Veröffentlichung macht Haus & Grund Rheinland aufmerksam.

Das Jahr 2012 zeichnet sich durch einen insgesamt stabilen Geldumsatz aus. Die Anzahl an Grundstücksverkäufen nahm leicht ab. Damit verknüpft sind steigende Preise in verschiedenen Teilmärkten. Landesweit wurden 47.645 Ein- und Zweifamilienhäuser (minus 4 Prozent) mit einem Geldumsatz von 9,64 Milliarden Euro (minus 2 Prozent) veräußert.

Über Wohnungseigentum wurden 53.029 (minus ein Prozent) Kaufverträge mit einem Umsatz von 7,01 Milliarden Euro (plus 5 Prozent) geschlossen.

Die stärkste Entwicklung zeigen Mehrfamilienhäuser. Zwar nimmt die Zahl der verkauften Mehrfamilienhäuser um vier Prozent ab, es ergibt sich aber ein Umsatzplus von 20 Prozent. Allerdings fast ausschließlich in Düsseldorf. Das landesweite Umsatzplus beträgt zwei Prozent, wenn man den Düsseldorfer Markt nicht berücksichtigt.

Gewerbe- und Industrieobjekte zeigen im Berichtsjahr eine rückläufige Entwicklung. Insgesamt wurden im Vergleich zum Vorjahr 14 Prozent weniger Objekte verkauft bei einem Umsatzminus von 19 Prozent. Die landesweiten Preisentwicklungen sind ein Indikator für eine bisher ungebrochene Nachfrage an Wohnimmobilien. ?

Spitzenreiter bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen ist die Landeshauptstadt Düsseldorf mit 520 Euro je Quadratmeter (Euro/m²). Bodenpreise von mehr als 300 Euro/m² werden in Köln (390 Euro/m²), Bonn (340 Euro/m²) und Bergisch Gladbach (310 Euro/m²) sowie in einigen Gemeinden im Einzugsbereich von Düsseldorf (Meerbusch 370 Euro/m², Langenfeld 340 Euro/m², Hilden 330 Euro/m², Ratingen 325 Euro/m² und Neuss 320 Euro/m²) erzielt. Bei den guten Wohnlagen rangiert Köln mit 890 Euro/m² vor Düsseldorf mit 820 Euro/m² und Aachen mit 480 Euro/m² sowie Meerbusch mit 440 Euro/m². Dagegen kann in einzelnen rein ländlichen Gebieten, wie zum Beispiel in der Eifel oder in Ostwestfalen, der Quadratmeter erschlossenes Bauland in mittleren Wohnlagen noch für einen Preis von unter 50 Euro erworben werden. Grundstücke sind in der Region Düsseldorf am teuersten. Dort kostet der Quadratmeter Bauland im Schnitt 291 Euro. Im Ruhrgebiet und in der Bergisch/Märkischen Städteregion liegen die Baulandpreise mit 193 Euro/m² und 191 Euro/m² auf gleichem Niveau. Günstiger sind die Grundstücke in der Region Bonn mit 185 Euro/m², gefolgt von der Region Köln mit 173 Euro/m² sowie der Region Niederrhein mit 154 Euro/m².

Im Münsterland können die Grundstücke mit 125 Euro/m², in der Region Eifel/Rur mit 106 Euro/m², in Ostwestfalen/Lippe mit 96 Euro/m² und im Sauer- und Siegerland mit 89 Euro/m² deutlich preiswerter erworben werden. Wohnungseigentum ist in Düsseldorf am teuersten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet dort in mittlerer Lage 3.588 Euro/m². An zweiter und dritter Stelle stehen Aachen mit 3.250 Euro/m² und Meerbusch mit 3.190 Euro/m². Dagegen kostet eine Eigentumswohnung in Ense lediglich 1.250 Euro/m², in Leopoldshöhe 1.650 Euro/m² und in Porta Westfalica 1.667 Euro/m². Erstbezugsfertige Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften kosten in den Regionen Köln und Düsseldorf mit durchschnittlich 325.000 Euro und 322.000 Euro nahezu gleich viel.

In den übrigen Regionen liegen die Werte bei: Region Bonn 290.000 Euro, Bergisch/Märkische Städteregion 267.000 Euro, Ruhrgebiet 263.000 Euro, Eifel/Rur 254.000 Euro, Niederrhein 242.000 Euro, Ostwestfalen/Lippe 233.000 Euro und Münsterland 225.000 Euro. Reihenmittelhäuser sind in der Regel etwas preisgünstiger. Sie kosten in der Region Köln durchschnittlich 286.000 Euro und in der Region Düsseldorf 279.000 Euro. Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt. Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr. Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert umfassend und aktuell auf 146 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachterausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze und Bodenpreisindexreihen.

Der Grundstücksmarktbericht NRW enthält wertvolle Informationen für Bewertungssachverständige aus Wirtschaft und Verwaltung und nicht zuletzt für alle Bürger, die sich mit der Finanzierung und dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien beschäftigen.

Der Grundstücksmarktbericht NRW 2013 kann in der gedruckten Ausgabe für 60 Euro bei der folgenden Anschrift bestellt werden:

Der Obere Gutachterausschuss
für Grundstückswerte im
Land Nordrhein-Westfalen
Postfach 30 08 65
40408 Düsseldorf
Telefon 0211/4 75 26 40
Telefax 0211/4 75 29 00
E-Mail: oga(a)brd.nrw.de

oder im Internet unter der Adresse www.boris.nrw.de als PDF-Datei für 45 Euro heruntergeladen werden.

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