Energiebedarfsausweis: hohe Kosten, geringer Nutzen - Haus & Grund plädiert für Verbrauchsausweis

Ausweise, die den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes angeben, sind teuer und haben für potenzielle Käufer und Mieter nur einen eingeschränkten Nutzen. Dies teilte heute der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit.

Ausweise, die den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes angeben, sind teuer und haben für potenzielle Käufer und Mieter nur einen eingeschränkten Nutzen. Dies teilte heute der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit.

Der Verband plädiert dafür, den Verbrauchsausweis zumindest als Alternative beizubehalten. Ein Bündnis verschiedener Organisationen hatte zuvor festgestellt, dass der Energieausweis bei der Vermietungspraxis fast keine Rolle spielt. „Energieausweise sollen für mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen.

Wenn verschiedene Energieberater für ein und dasselbe Gebäude unterschiedliche theoretische und in der Realität selten erreichte Energiebedarfe ermitteln, sollten alle Beteiligten skeptisch werden“, forderte Kai Warnecke, Hauptgeschäftsführer von Haus & Grund Deutschland.

Für potenzielle Käufer und Mieter sei es wesentlich aufschlussreicher zu wissen, wie viel Energie in einem Gebäude in der Vergangenheit durchschnittlich verbraucht wurde. Genau darüber gebe der Verbrauchsausweis Auskunft. „Um Energieausweise auf dem Wohnungsmarkt nicht vollkommen zu diskreditieren, muss der Verbrauchsausweis unbedingt erhalten bleiben.

Die Erstellungskosten sind deutlich geringer und er erfüllt seinen Zweck“, stellte Warnecke fest.

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